Werden jetzt Ebook-Raubkopien zum Problem für Autoren?

July 12th, 2009 | Tags:

Ebooks gibt es eigentlich schon, so lange es Scanner für den Heimbetrieb zu erschwinglichen Preisen gibt. Als ich mir vor etlichen Jahren meinen Weg ins Internet gebahnt habe, bin ich schon auf die elektronischen Bücher gestoßen, anfangs fand ich das Konzept einfach nur genial, doch nachdem man sich dann mal ein Ebook angeschaut hat, verflog die Euphorie schnell, diese Form des Buches war nicht angenehm zu lesen.
Ich denke das ist auch der Grund dafür, dass es nicht wirklich jemanden zu interessieren scheint, dass das  Internet geradezu voll von Ebooks ist. Zugegeben deutschsprachige Werke sind noch lange nicht so zugänglich wie englischsprachige Werke, aber gerade von zweiteren findet man zu 80% jedes Buch in elektronischer Version online vor.

Nun gut, es gab einen natürlichen Schutz der Bücher, denn ihre elektronische Version war nicht so angenehm zu konsumieren, wie es eben bei Musik oder Filmen der Fall war, doch was ist jetzt, wenn die neue Generation der Ebooklesegeräte auf den Markt kommen? Bei Amazon’’s Kindle wird es da kein Problem mit Ebook Raubkopien geben, schließlich akzeptiert dieses Gerät nur Ebooks mit speziellen Signaturen (wobei ich mich Frage, ob man das Gerät nicht so manipulieren könnte, dass es jedes Büchlein frisst). Wenn aber der Kindle seinen Siegeszug weiterfeiert, werden früher oder später die ersten Konkurrenzgeräte auf dem Markt erscheinen. Diese werden nicht auf die Signatur angewiesen sein (schließlich kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Amazon die Konkurrenz dazu befähigt, ihren Signatur-Schutz-Mechanismus in ihre eigenen Geräte einzubauen) und damit steht den Dingern dann Tür und Tor offen, für die gesamte elektronische Bibliothek, die sich über die letzten 15 Jahre im Internet aufgebaut hat.

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